Sind Sie webtechnisch versiert oder zumindest annähernd begabt? Also, ich tue mir in mancher Hinsicht schon schwer und deshalb habe ich auch lange nur „chinesisch“ verstanden, wenn ich den Begriff CMS gehört habe. Da ich aber zumindest in dieser Hinsicht „nicht dumm sterben“ will -:), habe ich mich aufgemacht, den Begriff CMS für mich „gehirngerecht“ aufzuschlüsseln. Somit kann ich mit Sicherheit auch einigen von Ihnen da draußen eine Hilfestellung geben, die bei „CMS“ ebenfalls im Nebel stehen. Für diejenigen, die damit arbeiten oder sich bereits intensiv damit beschäftigt haben, ist dieser Artikel sicher uninteressant.
Bisher habe ich einige Seiten gebaut mit meinen selbsterlernten HTML-Kenntnissen. Meist haben sie auch funktioniert, allerdings wäre sicherlich mancher professionelle Webseiten-Ersteller leicht betroffen gewesen. Es macht trotzdem zugegebenermaßen Spaß, wenn man eine eigene Seite erstellt und man lernt auch viel dabei.
Was versteht man unter CMS?
Zur Einführung bringe ich hier eine kurze Erklärung von Wikipedia:
„Ein Content-Management-System (kurz: CMS, übersetzt: Inhaltsverwaltungssystem) ist ein System zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten. Diese können aus Text- und Multimedia-Dokumenten bestehen. Ein Autor kann ein solches System in den meisten Fällen ohne Programmier- oder HTML-Kenntnisse bedienen. Der darzustellende Informationsgehalt wird in diesem Zusammenhang als Content (Inhalt) bezeichnet.“
Content Management Systeme sind nicht neu, es gibt sie schon eine ganze Weile auf dem Markt. Meist wurden sie aber für größere Unternehmen eingesetzt, die ein komplexes Angebot hatten. Für die meisten Internet-User war dies zu aufwändig und zu teuer. Das änderte sich schlagartig mit dem Angebot der Open-Source-CMS. Die bekanntesten unter ihnen sind WordPress, Typo3 und Joomla.
Ein sehr wichtiger Punkt beim Content-Management-System ist, dass ich mich nicht zwingend mit HTML, PHP, CSS, Flash oder anderen Skriptsprachen auseinandersetzen muss. Schaden kann es aber sicher nicht, wenn ich wenigstens einige HTML-Kenntnisse mitbringe. Bei CMS läuft alles automatisch und es ermöglicht so eine einfache Pflege der Internetseite. Warum das so ist, erkläre ich nachfolgend.
Was unterscheidet CMS von „normalen“ Webseiten?
Den Unterschied zu Seiten, die mit HTML gebaut sind, möchte ich hier kurz darstellen:
HTML
- Die Seiten in der herkömmlichen Machart liegen real auf dem Server.
- „Normale“ Seiten brauchen deshalb auch keine Datenbank. Ihre Inhalte werden direkt mit der Seite auf dem Server gespeichert, denn die Seiten plus Inhalte existieren.
- Wenn Sie neue Seiten erstellen wollen, müssen Sie bei der HTML-Website immer wieder neue Seiten erstellen oder umarbeiten.
CMS
- CMS-basierende Seiten existieren auf Ihrem Server nicht
- CMS benötigt eine SQL-Datenbank, um Ihre Inhalte zu speichern, denn diese werden immer erst bei Aufruf der Seite erzeugt; sie existieren vorher nicht.
- Bei CMS haben Sie ein sogenanntes Template, das funktioniert quasi wie eine Schablone, in die Platzhalter für Inhalte, Navigation etc. eingefügt wurden.
Wie funktioniert CMS?
Ein Content Management System besteht im Wesentlichen aus 2 Teilen:
1. dem Frontend, die für alle sichtbare Webseite. Sie wird im Hintergrund dynamisch erstellt. Meistens besteht ein CMS aus einer Scriptdatei, die alle erstellten Scriptdateien aus der Datenbank „sammelt“, zusammenbringt und diese als Inhalte für den Leser sichtbar macht, also ins Frontend befördert.
2. dem Backend, der Administrationsplattform, in dem alle Veränderungen an der Seite gemacht werden können. D.h. hier erstellen Sie Ihre Texte, pflegen Bilder oder Videos ein, die von der Datenbank aufgesammelt und dann wieder ins Frontend weitergegeben werden.
Eines der bekanntesten kostenlosen CM-Systeme ist WordPress. Hier wissen die meisten, dass man sich in seinen Backend-Bereich einloggen muss, um den Frontend-Bereich, also das, was dann der Besucher sieht, ändern kann. Man macht diese Eingabe mit Hilfe eines Editors und mit ein bisschen Übung kann das jeder auch ohne HTML-Kenntnisse. Der Editor ist wie ein Textverarbeitungs-Programm aufgebaut und damit für jeden, der einen Text im PC erstellen kann, verständlich zu handhaben.
Sie müssen sich nicht mehr um die „quälenden“ und zeitraubenden Arbeiten kümmern, wie z.B. das Erstellen einer Navigation. Dies wird mit einer einfachen Bedienung im Hintergrund des CMS erzeugt. Diese Erstellung ist allerdings abhängig von dem jeweiligen eingesetzten System.
Sie brauchen auch keine Software auf Ihren Rechner zu installieren, um die Website aufzubauen, denn das machen Sie online direkt auf Ihrem Webspace.
Durch diese Automatisierungen kann man sich enorm viel Zeit ersparen und die Pflege der Seite wird so definitiv einfacher und in vielen Fällen auch kostengünstiger, weil die Arbeiten nicht mehr rausgegeben werden müssen, wenn man nicht will.
Die einfache Handhabung für den Nutzer liegt in der Trennung der Aufgaben einer Seite: nämlich die Aufteilung in Layout und Content. Für CMS benutzen wir vorgefertigte Webseiten, sogenannte Templates. Diese können wie schon vorher erwähnt, wie Schablonen verwendet werden. Ein Webdesigner hat ein HTML-Layout erstellt, platziert darin Platzhalter für Ihren Text, für die Navigation, für Untermenüs, Header etc. Wenn Sie sich schon bei WordPress-Themes umgeschaut haben, dann wissen Sie, wie unterschiedlich die Seiten aussehen können und wie vielfältig die Benutzung sein kann.
Die Seiten sind sofort im Netz, da sie ja online erstellt werden. Den Inhalt erstellen Sie, wie ebenfalls oben schon erwähnt, im Backend und schwups – fertig ist die Seite.
Nun wird das ganze Gericht in den Datenbanktopf gegeben, kräftig umgerührt, auf kleiner Flamme gehalten und bei jedem Aufruf der Webseite, werden die einzelnen Zutaten wie Text, Bilder, Navi, Header in Windeseile in den Browser gegeben, schön angerichtet und serviert. Dieses komplette Menü wird in einer unvorstellbaren Geschwindigkeit durch den Äther gejagt, damit der Leser sich nicht langweilt und die Seite wieder verlässt, weil es ihm zu lange dauert. Leider tragen manche Systeme, zu viele Plugins und möglicherweise der Server dazu bei, dass sich die Seiten doch relativ langsam aufbauen.
Wer braucht ein CMS und warum?
Mit CMS kann man sehr viel machen, sie sind stark erweiterbar mit vielen Modulen und Plugins. Man kann damit nicht nur Blogs, sondern sogar Portale erstellen, einen Shop anbinden, verschiedene Zugänge vergeben, Administratoren und Redakteure bestimmen und Teile der Seite unterschiedlich zugänglich machen.
Um Ihre Seite immer auf dem neuesten Stand zu halten, ist ein Content Management System beinahe schon unerlässlich. Sie können damit Ihren Internetauftritt immer neu anpassen und Ihre Kunden oder Leser damit ständig die neuesten Informationen zukommen lassen. Ohne CMS wäre das viel mühsamer und meist auch kostenintensiver.
Man kann damit einen Mitgliederbereich aufbauen, mit Arbeitsgruppen arbeiten, Plattformen einrichten mit ineinandergreifenden Shopsystemen und und und…
Welches CMS ist für mich richtig?
Ja, das kann ich Ihnen natürlich nicht sagen. Ich habe gute Erfahrungen mit WordPress gemacht, habe anfangs auch kostenlose Themes verwendet, aber dann doch ein kostenpflichtiges Theme genommen, nämlich Optimize Press.
Nun gibt es neben den o.g. kostenlosen Open-Source-CMS auch kostenpflichtige CM-Systeme. Eines davon habe ich bereits auf meinem anderen Blog vorgestellt: CyberBase V6 – der Turbo für das Internetmarketing . Es ist eines der besten CMS, die es derzeit auf dem Markt gibt, wenn nicht das Beste.
Dieses System begeistert mich schlichtweg. CyberBase V6 gibt vor allem auch die Möglichkeit, alle seine Seiten unter ein Dach zu bringen, Kunden zu aquirieren und zu binden mit einem eigenen Newslettersystem, es wartet mit einer Fülle an wunderschönen Templates auf, es lässt wirklich keine Webmasterwünsche mehr offen.
Sehen Sie, was dieses Hammertool alles kann. Lassen Sie sich inspirieren: CyberBase V6
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